Ganz Europa in Dänemark versammelt


Die WUKF Europameisterschaft 2019 in Odense (Dänemark) war eine rundum gelungene internationale Veranstaltung! Athleten aus ganz Europa machten vom 24. bis 27. Oktober das Congress Center in Odense zum Ort des besonderen Spektakels.

 

Die Atmosphäre eines solchen Turniers unterscheidet sich aufgrund des Charakters und der großen Bedeutung nochmal von den anderen, oft international besetzten, Turnieren.

Akbar Dadfar (Dojoleiter), Matthias Hohn (Kancho), Aaliayah Toma und Lara Schrader vom SV Brake, sowie Kate Keppel und Ronja Ramke vom Ovelgönner Turnverein, durften aufgrund ihrer gezeigten Leistungen an der diesjährigen Europameisterschaft teilnehmen und erzielten insgesamt 4-mal Bronze. Das ist ein großartiger Erfolg für die Karatekas des Shojikido, den Trainern und den Vereinen!

 

Insgesamt gewann das deutsche Team 1x Gold1x Silber und 7x Bronze und kann erhobenen Hauptes Bilanz ziehen. Gestärkt mit diesem großartigen Erfolg beginnt die Vorbereitung für die Weltmeisterschaft im Juli 2020 in Stettin (Polen) - denn nach dem Turnier ist vor dem Turnier!

CongressCenter in Odense
Team Germany

WUKF Europameisterschaften in Dänemark


Im Kumite gegen Italien
1. Runde Kata

TAG 1

Auftakt der diesjährigen Europameisterschaften machte gleich das Team Germany im Shobu Sanbon Kumite im Rotation Modus.

Das Team, bestehend aus Christian Henschel (Bremen), Matthias Hohn (Brake) und Alexander Leitmann (Siegen) trat gegen die Mannschaft aus Dänemark an.

Alle 6 Paarungen zeigten spannende Kämpfe. Leider kam Team Germany nicht richtig gut in das Kampfgeschehen hinein, so dass das erste Match verloren ging.

Kumite Einzel

Ungewöhnlich starte das Turnier im Kumite, nicht wie üblich mit Kata. Dennoch wurde mit harten Bandagen gekämpft, in der Hoffnung, später noch Kata zeigen zu können.

Matthias Hohn setze sich im Einzelwettbewerb bis zum 3 Platz durch. Erst der aus Tschechien kommende Daniel Pekuniak stoppte Matthias mit einem klaren Punktsieg. Im Finale wurde Daniel Pekuniak jedoch wegen, sehr hartem Kontakt (K.O.) disqualifizeirt und auf dem 2. Platz verwiesen. Gold gewann dadurch William Pope aus England.

Kata Einzel

Viel Kata wurde in den letzten Wochen trainiert. Matthias hörte von seinem Kata-Trainer, Christian Henschel, dauerhaft:"mmh, die Passage würde ich anders machen...!" Im heimischen Dojo wurde dann dauerhaft an der Umsetzung der vielen wertvollen Tipps gearbeitet.

Mit der Bassai Dai zog Matthias dann in die 2. Runde ein. In der zweiten zeigte er dann die Gankaku, die durch den vielfachen Einbeinstand auf Matten, eine höhere Schwierigkeitsstuffe darstellt. Mit der Leistung konnte Matthias als 6. in die Finalrunde einziehen.

In der Finalrunde konnte Matthias noch einmal ein paar Punkte mit seiner Kata Sochin drauflegen und beendete die Finlarunde als 2. Platzierter.

Da die Punkte der zweiten und dritten (Finalrunde) Runde später zusammengezählt werden, erreichte Matthias somit einen guten (aber leider) nur 4. Platz.

Akbar Dadfar startet in der Disziplin Kata Einzel in der Veteranen C Klasse. Wochenlang wurden verschiedene Kata für die jeweiligen Runden trainiert. Leider konnte die Shojikido Karatesparte nur unregelmäßig auf Wettkampfmatten üben. So passierte es leider, dass Akbar in der Schlussphase der ersten, sehr starken, Kata Bassai Dai 2 Wackler "einbaute". Dadurch fiel er in den Punkten leider sehr weit zurück und erreichte somit nicht mehr die zweite Runde. Bis zu diesem Wackler war die Kata sehr gut vorgeführt.

TAG 2, 3 und 4


Weitere 3x Bronze im Kumite.

Saubere und unheimlich schnelle Kämpfe und Techniken bei den jungen Damen. Aufgrund der hohen Teilnehmerzahl wurden die Kämpfe mehrfach verschoben, so dass die jungen Damen den Start kaum mehr abwarten konnten.

Aus netten Mädchen werden harte Kämpferrinnen. Um jeden Millimeter und jedes bisschen Luft und um jeden Punkt wurde mit „harten Bandagen" gekämpft.

Untereinander immer wieder gut vorbereitet, haben sich Aaliyah Toma, Ronja Ramke, Kate Keppel und Lara Schrader sehr gut geschlagen. Harte Treffer wurde eingesteckt, harte Tritte  geblockt und mit Würfen vereitelt, harte Treffer wurden aber auch ausgeteilt.

Auch bei Punktrückständen wurde bis zur allerletzten Sekunde gekämpft und Punkte errungen. „Diese gezeigten Kämpfe in Worten zu beschreiben ist unmöglich, diese Leistungen, im Turnier und auch im Training, der Mädels muss man sehen und erleben!“, so Dojocho Akbar Dadfar.

Sehr, sehr zufrieden zeigt sich Shojikido Kanchô Matthias Hohn mit den Leistungen und auch der Leistungsbereitschaft im Training aller Schüler.

Das Shojikido Karate zeichnet sich aber nicht (nur) durch die sportlichen Erfolge und Leistungen der Mitglieder aus. Vielmehr ist die charakterliche Reifung und heranbilden von Karateka mit umfangreichen Wissen und einer großen Bandbreite an Können im Vordergrund.

Diese Reifung haben die jungen Damen des Shojikido Karate in Dänemark mehr als bewiesen.

Karate-Dô ist MEHR als nur Wettkampf

Sich eine Medaille zu erkämpfen, auf dem Siegerpodest zu stehen, sich feiern zu lassen und sich selbst zu belohnen für den Schweiß und den Fleiß beim wöchentlichen Training, das ist sicherlich ein ganz besonderes Erlebnis und auch Ziel eines jeden Wettkampf-Karatekas.

Aber Karate bedeutet viel mehr als sich nur eine Medaille zu erkämpfen!

Mindestens genauso wichtig, vielleicht sogar noch ein wenig wichtiger, ist es sich einem solchen bedeutendem Turnier zu stellen. Seine Emotionen, manchmal auch seine Ängste vor einem vermeintlichen Übergegner, zu kontrollieren und zu besiegen. Kurz gesagt: den Kampf mit sich selber anzunehmen und zu gewinnen! Das sind wichtige Erfahrungen, die unseren Karatekas nicht nur auf der Tatami (Kampfmatte) weiterbringen, sondern auch im Leben allgemein!

Ronja Ramke, 3. Platz
Kate Keppel, 3. Platz
Lara Schrader, 3. Platz

 

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